Baukindergeld kostet vier Milliarden

12.04.2018

Die Bundesregierung geht davon aus, dass 200.000 Familien mit rund 300.000 Kindern das geplante Baukindergeld in Anspruch nehmen k├Ânnen.

Wie es in einer Antwort der Regierung ( 19/1276 ) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen ( 19/1022 ) hei├čt, entstehe damit ein direktes F├Ârdervolumen von rund 400 Millionen Euro pro Jahr und F├Ârderjahrgang. "Unter Ber├╝cksichtigung eines unterstellten F├Ârderzeitraums von zehn Jahren w├Ąre damit im Jahr der vollen Wirksamkeit von j├Ąhrlichen Gesamtausgaben f├╝r den Bund von bis zu vier Milliarden Euro auszugehen", hei├čt es in der Antwort weiter. Auf die Frage, wie viele zus├Ątzliche Wohnungen durch die Zahlung von Baukindergeld entstehen k├Ânnten, hei├čt es in der Antwort, mit dem Baukindergeld k├Ânne die Anzahl der Baugenehmigungen von selbstgenutztem Wohneigentum verstetigt und damit eine Trendumkehr bei den Baugenehmigungen f├╝r Ein- und Zweifamilienh├Ąuser erm├Âglicht werden.

Welche Steuermindereinnahmen durch die Einf├╝hrungen neuer Abschreibungsm├Âglichkeiten beim Wohnungsbau entstehen k├Ânnten, kann die Bundesregierung nicht angeben. Zu der im Koalitionsvertrag vorgesehenen Reduzierung des Solidarit├Ątszuschlages hei├čt es, bei einer Anhebung der Freigrenze auf 16.998 Euro w├╝rde es im Jahr 2021 bei unver├Ąndertem Steuertarif zu einer Entlastung von zehn Milliarden Euro kommen. 90 Prozent der bisherigen Zahler des Solidarit├Ątszuschlages m├╝ssten diesen dann nicht mehr bezahlen.

(Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 26.03.2018)