FDP fordert Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer

08.10.2018

Die Bundesl├Ąnder sollen die M├Âglichkeit erhalten, bei der Grunderwerbssteuer einen Freibetrag einzuf├╝hren. Damit soll besonders jungen Familien die Finanzierung eines Wohnungs- oder Hauskaufs erleichtert werden. Dies fordert die FDP-Fraktion in einem Antrag (19/4536). F├╝r die M├Âglichkeit, den Freibetrag einzuf├╝hren, soll das laufende Gesetzgebungsverfahren zur ├änderung des Grundgesetzes genutzt werden.

Die Fraktion begr├╝ndet ihren Antrag mit der im OECD-Vergleich sehr niedrigen Wohneigentumsquote in Deutschland. Zwar seien die Zinsen niedrig, aber die Erwerbsnebenkosten, die nicht mitfinanziert w├╝rden, seien erheblich gestiegen - die Grunderwerbssteuer von fr├╝her 3,5 Prozent auf bis zu 6,5 Prozent in manchen Bundesl├Ąndern. Es m├╝sse daher eine "Trendwende hin zu einer Eigent├╝mernation" geben. "Um den teilweise unterschiedlichen Immobilienm├Ąrkten in den einzelnen Bundesl├Ąndern Rechnung tragen zu k├Ânnen, soll den Bundesl├Ąndern die M├Âglichkeit einger├Ąumt werden, einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer f├╝r den Erwerb von selbstgenutzten Ein- bzw. Zweifamilienh├Ąusern, Eigentumswohnungen oder den Erwerb unbebauter Grundst├╝cke zur Bebauung mit den genannten Geb├Ąudearten einzuf├╝hren", hei├čt es in dem Antrag der FDP-Fraktion. Der Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer soll in jedem Bundesland individuell bis zu einem H├Âchstwert von 500.000 Euro pro Person m├Âglich sein.

(Bundestag, hib-Meldung 707/2018 vom 26.09.2018)