FG Köln: Biberschaden im Garten ist keine außergewöhnliche Belastung

14.03.2018

Aufwendungen f√ľr die Errichtung einer Bibersperre und zur Beseitigung von Bibersch√§den im Garten sind keine steuermindernden au√üergew√∂hnlichen Belastungen. Dies hat der 3. Senat des Finanzgerichts K√∂ln entschieden.

Die Kl√§ger machten in ihrer Einkommensteuererkl√§rung Kosten f√ľr die Beseitigung von Bibersch√§den sowie f√ľr eine pr√§ventive Bibersperre als au√üergew√∂hnliche Belastungen geltend. Das Finanzamt erkannte diese Kosten jedoch nicht an. Mit der hiergegen erhobenen Klage beriefen sich die Kl√§ger darauf, dass nur wenige Steuerzahler von solchen Sch√§den betroffen seien und sie sich den Kosten aus tats√§chlichen Gr√ľnden nicht h√§tten entziehen k√∂nnen.

Dem folgte das Gericht mit seinem Urteil nicht und versagte den Abzug. Die Sch√§den seien zwar au√üergew√∂hnlich, aber nicht von existenziell wichtiger Bedeutung. Die Bibersch√§den im Garten f√ľhrten weder zur Unbewohnbarkeit des Hauses noch verursachten sie konkrete Gesundheitsgef√§hrdungen. Dadurch h√§tten sie nicht den Schweregrad erreicht, der zur steuerlichen Ber√ľcksichtigung der Aufwendungen erforderlich w√§re.

Die Kl√§ger haben gegen das Urteil Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt, die unter dem Aktenzeichen VI B 14/18 beim Bundesfinanzhof in M√ľnchen gef√ľhrt wird.

(FG Köln, Pressemitteilung vom 15.2.2018 zu Urteil vom 1.12.2017 - 3 K 625/17)